Samstag, 19. Juli 2008

Das letzte Wochenende

Mein letztes Wochenende ist angebrochen. In 6 Tagen reise ich zurück nach Deutschland. Irgendwie bin ich froh, dass ich erstmal hier wegkomme. Viele werden sich jetzt vielleicht fragen, warum ich mich deshalb so freue. Ganz einfach, weil Rumänien doch nicht schön genug ist um hier so viele Wochen am Stück zu verweilen. Und ich bin sowieso sehr anfällig für Heimweh.

Nun, was ist die Woche so passiert. Das Wetter ist ein bisschen anders, wir haben jetzt immer eher wechselhafte Temperaturen die auch mal bis auf unter 20 grad gehen können. Nun sind sie aber wieder im Subtropischen Bereich. Im Hotel haben sie jetzt das Frühstücksbuffet erneuert. Dh. es gab endlich mal warmen Kaffee den man trinken konnte. Auch hatten sie die Behälter für Wurst, Rührei, Gemüse erneuert und einen ZWEITEN Toaster angeschafft. Vorher war das schon eine echte Geduldsprobe, sein Toast in den Toaster zu bekommen.

Besonders möcht ich hervorheben, dass dieses Wochenende zwei sehr wichtige Menschen Geburtstag haben. Zum einen mein allerbester Freund, der Robin, und zum anderen meine Omi. Leider kann ich nicht bei Euch sein, aber vielleicht kann ich euch auf diesem Wege etwas Aufmerksamkeit entgegenbringen.

Also liebe Omi Brigitte, ich wünsche Dir alles Gute und Liebe zum Geburtstag und freue mich total dich bald mal wiederzusehen. Ich hoffe du bleibst noch ganz lange gesund, munter und fröhlich. Wenn wir mal wieder nach Berlin kommen, oder ihr zu uns, dann müssen wir mal wieder was unternehmen (vielleicht auch mal auf meine Kosten).

Hey Robin, also Dir auch nochmal eine dicke Gratulation zum Geburtstag. Bleib weiter so aktiv, ideenreich kreativ, nett, aufgeschlossen und lustig wie du schon immer warst. Mach dir ein richtig schöne Zeit mit Nadja und deinen Frenden und natürlich mit mir. Auf dass wir immer geile Turntable- und Trashcansessions erleben werden. Sport frei...

So, dass wollt ich nochmal los werden. Da sich ansonsten nicht viel Nennenswertes getan hat, poste ich noch ein paar Bilder. Viel Spaß damit.

Sonntag, 13. Juli 2008

BBQ in Corbu

Was ich hier in Rumänien bisher sehr vermisst habe war das Grillen. Also, das Braten von Würsten und Fleisch unter freiem Himmel mit ein paar Leuten und Alkohol (optional). Da es im Hotel immer ein bisschen schwierig wird und auch kein Grill zur Verfügung stand wurde bisher immer darauf verzichtet (zugunsten der örtlichen Pizzabäcker). Aber am Samstag-Nachmittag war es soweit, wir hatten uns bei einem Kollegen im Nachbarort Corbu zum Grillen eingeladen.

Er wohnt in einem kleinen Häusschen nahe einem großen See. Es ist sehr idyllisch dort, denn man kann direkt am Ufer sitzen und den Blick auf den See genießen. Baden ist jedoch so eine Sache, da keiner weiß, warum das Wasser so trüb ist. Vorher waren wir noch einkaufen im Carrefour, ua. Bier und Fleisch. Besonders zu erwähnen sind die sog. Mici (gesprochen: Mitch), welche aussehen wie Buletten, jedoch etwas göber und zarter sind. Sehr Lecker! Der scheinbar selbstgebaute Grill (in Rumänien wird alles so zusammengebastelt, sogar Autos, denn einen TÜV gibts hier nicht) verrichtete sein Arbeit gut, auch wenn er etwas niedig war. Die Grillmeisterschichten wurden immer mal gewechselt und so kamen für alle 5 Mann in regelmäßigen Abständen immer wieder Köstlichkeiten vom Grill (Steak, Kotlett, Würstchen, Mici). Anschließen wurde noch ein bisschen getrunken und gequatscht bis bei mir und den Anderen aufgrund der harten Woche und des Bierkonsums eine gewisse Müdigkeit eintrat. Ja...und viell passierte dann gestern abend auch nicht mehr.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Einen Monat geschafft

Nun ist seit meinem letzten Post schon ein wenig Zeit vergangen. Es passiert leider nicht mehr so viel neues hier, dass es sich lohnen würde jeden Tag zu schreiben. Nun will ich aber doch mal einen kleinen Bericht über die letzten Tage abgeben.

Ich habe jetzt mein definitives Rückreisedatum erfahren, es ist der 26.07., ein Samstag. Ich fliege gegen 6 Uhr früh und werde voraussichtlich gegen 16 Uhr in Leipzig ankommen. Allerdings werde ich Mitte bis Ende August nochmal 2 Wochen in Rumänien sein. Somit habe ich noch 2 1/2 Woche hier vor mir und in dieser Zeit werde ich natürlich noch ein wenig in meinem WebLog berichten.

In den letzten Tagen ist es hier im Hotel deutlich voller geworden. Das zählt allerdings nicht nur fürs Hotel sondern für die ganze Stadt. Gerade in Mamaia sind jetzt extrem viele Touristen unterwegs, die Hotels teilweise ausgebucht. Auch auf unserer Baustelle ist immer mehr "ausländisches" Personal anzutreffen. Zum einen sind Fachkräfte aus Frankreich und Italien angereist um extrem schwere und teure Maschinen in der Anlage zu installieren, zum anderen wurde auch das deutsche Personal vermehrt, was eine bessere Arbeitseffektivität und damit eine Beschleuigung der Bauarbeiten bewirken soll.

Dadurch haben wir als immernoch einzige Vermesser hier natürlich wesentlich mehr Arbeit. Wo wir verher fast ausschließlich für die Massivbaugewerke gemessen haben sind wir nun auch diejenigen, die den Stahlbau und die Maschinenmontage unterstützen. Das heißt, wir müssen nun Eisenstützen auf Parallelität überprüfen und hochgenaue Höhenmessungen auf den Maschinen durchführen. Das ist mit unserem Equipment teilweise sehr schwierig und es bedeute im wesentlichen...mehr Stress!

In der Freizeit sind wir daher mehr damit beshäftigt uns vom Arbeitstag zu erholen. Das letzte Wochenende waren wir wieder am Strand. Das Wetter hatte diesmal aber nicht so mitgespielt, pünktlich kamen die Wolken und ein Sonnenbrand war damit natürlich fast unmöglich. Das Wasser war auch ein wenig kälter, aber die Luft noch schön warm. Ansich sind die Temperaturen mittlerweile etwas milder, es scheint nun sogar kühler zu werden. Auch hatten wir heut wieder Gewitter und erneut eine ordentliche Schlammschlacht auf der Baustelle (mit ca. 5cm hochen Schlammplateauschuhen)!

Die Polizei ist mittlerweile hier auch sehr zahlreich vertreten. Man trifft die lieben Gesetzeshüter immer wieder beim Verkehr regeln, sogar auf den Zebrastreifen. Auch werde gern mal Autos angehalten. Wir waren da am Sonntag dran. Daniel saß am Steuer, hatte aber keinen Führerschein mit. Der Polizist hielt uns an, langsam stieg Panik auf. Zum Glück war er nicht sehr fremdsprachenbewandert. Nach Vorzeigen des Fahrzeugscheins verzichtete er auf weitere Prozeduren und ließ uns weiterfahren. Im war wohl die Sprachbarriere zu unüberwindbar. Unser Glück...

Ansonsten verlief das Wochenende eher beschaulich. Ein wenig Einkaufen im Carrefour, ein bisschen Baden am Corbu-Beach (wo wir auch letztes Wochenende waren) und dann viel entspannen. Am Abend trafen wir uns noch (zufällig) mit Kollegen in der Kneipe nebenan. Da konnte man prima draußen sitzen und frisch gezapftes Bier trinken. Die Bedienung war freundlich und das Essen auch genießbar. So kann ein Sonntagabend auch vorüber gehen. In Aussicht auf die nächste arbeitsreiche Woche gings in Zimmer und ins Bett.

Uralte Radaranlage am Strand von Corbu, daneben wohnt gleich der Schäfer mit seiner HerdeDie erste Hundefütterung...
...wird mit Begeisterung angenommen, seidem werde es immer mehr Wauwaus :-)
Riesige Gerüstkonstruktionen rund um die "Flare" (Fackel)
Vermessungsarbeiten am Kompressor
Schwer beladen auf dem Weg zur nächsten Aufgabe

Montag, 30. Juni 2008

Baden am Insider-Strand

Endlich wieder Sonntag, endlich wieder ausschlafen. Das tu ich natürlich...denn Schlaf hab ich nötig, schließlich ist heut auch noch Finalspiel der EM, und Deutschland spielt gegen Spanien. Vorher wollen Daniel und ich allerdings noch etwas unternehmen. Als Ausflugsziel haben wir den Strand in der Nähe der Baustelle auserkoren. Gegen Mittag geht es los.

Die Fahrt ist angenehm, es ist ein warmer sonniger Tag mit durchaus sehr angenehmen klimatischen Verhältnissen. Am Strand suchen wir erstmal die kleine gemütliche Strandbar auf. Ein kühles Bier und ein kleiner Snack (nicht zu viel vorm Schwimmen gehen) heben die Stimmung. Am Strand finden wir ein schönes Plätzen und da wie aus dem Nichts Wolken am Horizont erscheinen, stürzen wir uns schnell in die Fluten. Das Wasser ist warm, recht sauber, natürlich salzig und es herrscht eine leichte Brandung. man kann auch ca. 100 m vom Strand weg noch stehen...viel weiter im Meer sieht man noch Sandbänke leuchten.

Bei der Hitze braucht man sich nicht abtrocknen, man ist in 5 Minuten luftgetrocknet. Ich sammle Muscheln (hab ich meiner Mutter versprochen), allerdings nur um das Handtuch herum, weil ich zu faul bin aufzustehen. Muscheln gibt es hier ohne Ende. Der gesamte Strand ist mit Muscheln und Muschelsplittern übersäht. Sogar der Weg auf dem man an den Strand geht besteht aus Muscheln. Viele sind noch gänzlich intakt. Ich bin gespannt was zusammenkommt wenn ich mal SUCHEN gehe!

Vom kleinen Schauer überrascht beenden wir unseren Aufenthalt. Nach dem Einkaufen im Supermarkt haben wir die Wahl zwischen Mamaia Boulevard (Landzunge, Heimweg 15 km) oder den Weg durch das Umland von Constanta (um den See herum, Heimweg 25 km). Wir treffen die falsche Wahl, der Mamaia Boulevard ist extrem verstopft. Die Badegäste sind durch den Regen all auf einmal abgereist, es ist pures Chaos. Wir stehen mittendrin und rollen pro Minute 10 Meter. Das geht so nicht, wir wenden und fahren den anderen weg. Da staut es zwar mittlerweile auch, aber nach 2 1/2 Stunden sind wir dann doch im Hotel!

Tja, der Rest ist (wie man jetzt weiß) eher enttäuschen gewesen. Im "Schnell" "feierten" wir die deutsche Elf. Das Spiel war enttäuschen, aber zumindets Spanien zu Recht Europameister. Was solls, Vize-Europameister ist ja auch ganz cool, obwohl ich mich nach dem Spiel gefragt habe, wie wir eigentlich so weit gekommen sind . Wieso eigentlich wir? Ich hab doch gar nicht mitgespielt. Naja, man identifiziert sich immer mit den Fußballern und manchmal schämt man sich auch ganz kräftig für sie! So war das auch beim diesem Spiel...

Samstag, 28. Juni 2008

Die 3. Woche

Was kann man denn so schreiben wenn man nun schon 3 Wochen in Rumänien ist und man das Gefühl hat, es gibt nichts Schreibenswertes. Mal genauer nachdenken und erkennen, dass es genügend Schreibenswertes gibt, man jedoch nur zu faul zum Schreiben ist. Dieser Erkenntnis vergegenwärtigt trage ich hiermit ein paar Gegebenheiten der letzten Woche zusammen (Vollständigkeit garantiere ich nicht).

Zum ersten sind wir in dieser Woche erheblich mehr Leute im Hotel geworden. Sowohl von Auftraggeberseite (dh. neue Mitarbeiter) sowie auch auf Seite der Zivilisten. In Constanta und Mamaia geht die Urlaubszeit los und das bedeutet ausgebuchte Hotels, volle Strände und verstopfte Straßen. Auch bieten auf den Straßen die Einheimischen mit rasselnden Schlüsseln ihre Ferienwohnungen an (sozusagen ein Straßenstrich für Ferienwohnungen).

Die neuen Mitarbeiter sind verschiedensten Couleur...zum einen eine lustige Truppe aus Leipzig, einige Leute vom Auftraggeber für die Bauikoordination, ein französischer Fachmann für Kompressoren (so alt wie ich und spricht genauso schlecht Englisch, das könnte eine gute Freundschaft werden). Leider verbessert das für uns die Situation nicht unbedingt, denn mehr Leute heißt meist auch mehr Chaos. Und das war vorher schon enorm. Und gerade für die Kompressoren wurde ein Nivellement (Höhenmessung) auf 100stel Millimeter gefordert (da musste erstmal bisschen Aufklärungsarbeit geleistet werden).

Am Mittwoch war EM-Halbfinale. Wir waren wieder unterwegs ins "Schnell" wo wir wieder gemütlich bei "Bergenbier" auf das Spiel anstießen. Wir waren ca. 10 Leute, aber die Türken (das Spiel war Deutschland gegen Türkei) waren eindeutig in der Überzahl. Trotzdem wurde es ein friedlicher Abend der mit einem leider nicht unbedingt ruhmreichen Sieg für die Deutschen (3:2) endete. Aber immerhin: FIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNAAAAAAAAAAALLLLLLLEEEEEEE!
Leider bekamen wir in der 2. Halbzeit das 2. Tor der Deutschen nicht mir, da die Verbindung auf einmal abbrach. Später wurde bekannt, dass das auch in Deutschland der Fall war. Also mal kein Typisch rumänisches Problem.

Am Donnerstag hatten wir eine Abschiedsfete von einem Freelancer (Bauingenieur, freischaffend). Sein Vertrag war ausgelaufen und er stand kurz vor der Heimkehr nach Deutschland. Grund genug nochmal einen Ausstand zu geben. Ca. 40 Leute aus der gesamten Bausparte bis hin zur Sekretärin waren eingeladen. Leider kam nur die Hälfte (so ist das bei meinen Partysm auch oft). Da wir in einer Pizzaria waren war das Essen verdammt lecker, auch wenn es eher an Tapas erinnerte. Es gab lecker kleine Fischlis (glaub Sardellen) mit bissl Chilli und Knoblauch, Bruschetta, allerlei Paniertes (Hühnchen, Mozarella, Reis) und Wurst, dazu noch verschiedenstes Brot. Da das Essen für 40 Leute ausgelegt war, konnte man es nicht schaffen...leider. Der Abend wurde dann noch recht heiter und ich trank (da nicht ich sondern Daniel gefahren war) einiges an Bier. Dementsprechend bettschwer war ich dann auch.

Am Freitag hab ich mir von der Klimaanlage eine schöne Erkältung eingefangen. Bin nach wie vor nur am Schnauben, Rotzen und Niesen. Etwas niedergeschlagen gings daher am Freitag schon recht zeitig ins Bett.

Heute war auch nochmal arbeiten angesagt und meine Schnupfen ging mir dabei erheblich auf den Senkel. Auch gabs heut wieder eine Menge zu tun (muss das denn immer Samstags sein???). Zur Mittagspause verzogen wir uns ans Meer in der Nähe der Baustelle. Da der Strand richtig schön war, entschlossen wir, am Sonntag dort baden zu gehen. Also mehr davon erfahrt ihr dann morgen. Am Nachmittag belohnten wir uns mit einem (oder zwei) schönen BigMac(s). Leider war wie so oft wieder eine Wartezeit von 20 Minuten am McDrive angesagt.

Montag, 23. Juni 2008

Constanta City Tour

In den letzten zwei Woche hatte ich leider noch nicht viel von meinem Aufenthaltsort Constanta kennengelernt. Grund genug sich mal aufzuraffen und eine kleine Runde durch die Stadt zu gehen. Ich hatte mich vorher schon ein bisschen mit der Stadt beschäftigt und mir eine schöne Route ausgesucht. Ich startete natürlich am Hotel. Mitgenommen hatte ich nur das Nötigste: etwas Bargeld und meine Kamera. Das este Stück war ich vor einigen Tagen schon gegangen, als ich den Strand besuchte. Also setzte ich dort an wo ich damals wegen der Dämmerung abbrechen musste, am Strand.

Der Strand von Constanta unterscheidet sich völlig vom Strand in Mamaia. Aufgrund der etwas schlechteren Sand- und Wasserqualität (aufgrund des Hafens) ist dieser wesentlich weniger besucht. Auch ist die Kommerzialisierung vergleichsweise gering. In der nähe des Hotels gibt es gar keine Strandliegen oder Strandbars. Auch gibt es keine Strandpromenade. Kommt man näher Richtung Innenstadt und Hafen wird es etwas voller und lauter. Dann geht der Strand in den Jachthafen über. Dieser ist nicht unbedingt sehr voll mit Luxusjachten, man hat aber von hier einen sehr schönen Blick über die gesamte Küste.

Läuft man noch ein wenig weiter am Ufer entlang kommt man unweigerlich zum alten Casino. Ein "Prunkbau" im Art Deco Stil. Die Architektur ist wirklich etwas ungewöhnliches und wirkt von Weitem sehr beeindruckend. Aus der Nähe sieht man jedoch sehr schnell, dass die Zeit nicht spurlos an dem Gebäude vorbeigegangen ist. Direkt gegenüber dem Casino befindet sich das Aquarium, ein ziemlich hässliches Gebäude was etwas in die Uferbefestigung eingelassen wurde. Da ich irgendwie sehr verschwitzt war und es nicht unbedingt den einladensten Eindruck auf mich machte, sparte ich mit einen Besuch. Vielleicht ergibt es sich ja nochmal, denn angeblich soll es sehr lohnenswert sein.

Dies war der "Turning-Point" meines Stadtrundgangs. Von nun an gings wieder Richtung Hotel. Ein Weg von ca. 4 km lag noch vor mir, 4 hatte ich ca. schon absolviert. Aufgrund der feuchten Hitze war ich schon ganz schön durchgeschwitzt. Aber nun konnte ich mich in der Stadt auch etwas im Schatten bewegen. Durch die halbinselförmige Altstadt ging es den breiten Tomis-Boulevard hinauf. Vorbei am archäologischen Museum, dem Kunstmuseum und dem Tomisplatz zurück auf den Mamaia-Boulevard. Von da aus waren es dann nur noch ca. 10 Minuten bis zum Hotel.

Kaum angekommen ging es erstmal unter die Dusche. Im Großen und Ganzen war ich doch schon etwas entäuscht von der Altstadt Constantas. Sie ist doch ziemlich heruntergekommen und unspektakulär. Vielleicht sollte ich mir mal den südlichern Teil anschauen, wo auch die Tomis Mall zu finden ist. Wird bestimmt auch nochmal schön.

mein Hotel (ich wohn im 6. Stock)

Sonntag, 22. Juni 2008

Mamaia

Einen schönen Tag am Schwarzen Meer wollte ich mir machen. Da die Strände in Constanta zwar annehmbar sind, aber von der Wasserqualität zu wünschen übrig lassen fuhr ich in das nördlich gelegene Mamaia. Dies ist quasi das wahre Touristenparadies welches eigentlich nur aus Hotels besteht. Es liegt auf einer Art "Landbrücke" zwischen Meer und einem riesigen See, welche ca. 300 m breit und vielleicht 10 km lang ist. Es gibt nur eine große Straße auf der in der Urlaubszeit reger Betrieb herrscht. Oder auch an Wochenenden wo es warm ist, so wie am heutigen Sonntag. Da ich allein mit dem Auto unterwegs war, ergab sich ein kleines Parkplatzproblem. Irgendwie schien halb Rumänien hierhergekommen zu sein. Auch der Verkehr war enorm, die Fahrweise der Rumänen wieder abgrundtief rücksichtslos. Halb verschwitzt fiel mir ein, dass ich irgendwie im Hotel vergessen habe, die Badehose einzupacken. Aber es gab noch mehr Gründe nicht Baden zu gehen:
1. Badehose vergessen
2. Wassertemperatur 19 Grad
3. Sachen einfach so am Strand liegen lassen...???
Also gings nicht in die Fluten. Irgendwie Schade.

Aber ich wollte das beste daraus machen und entschied mich für einen kleinen Strandbummel mit kurzer Bräunungseinlage (Sonne war extrem intensiv) an dem von mir favorisierten Ort. Der Strand von Mamaia ist riesig, kommerziell, laut und irgendwie seelenlos. Es gibt kein ruhiges Plätzen. Überall nervige Musik, Menschen, Sonnenschirme und Liegen. Läden und Bars überall...und im Rücken immer die Hotelblöcke aus denen ständig Menschen an den Strand fluten. Da allein am Strand liegen nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung ist machte ich mich bald auf den Rückweg und erlebte den Höhepunkt des Strandbesuchs bei McDonalds wo ich mir gemächlich 2 BigMäcs orderte. Beim Essen war ich froh, mich zu diesem Ausflug aufgerafft zu haben. Aber das sollte es ja noch nicht gewesen sein.